Zehn Gründe warum ich gerne stricke

Es gibt viele gute Argumente mit dem Stricken zu beginnen. Hier sind meine 10 Gründe warum ich so gerne stricke. Die Aufzählung ist in keiner  bestimmten Reihnfolge.

 

  1. Stricken ist Unendlichkeit

Allein die Anordung von linken und rechten Maschen in strukturierte Muster oder gar Bilder birgt unendlich viele Möglichkeiten. Diese potentzieren sich wenn Umschläge, Zunahmen und Abnahmen hinzukommen. Doch damit nicht genug, denn die Muster und Strukturen können in alle möglichen geomertischen und freien Formen integriert werden. Plötzlich ist ein Pullover, eine Socke oder doch eine Plüschtier entstanden. Ein Kunstwerk – Unendlichkeit

2. Stricken ist ein guter Reisebegleiter

Stricken ist ein Hobby das in die Handtasche passt und im Bus oder auf dem Beifahrersitz im Auto oder in der Bahn schnell hervorgeholt werden kann. Ich mache das ständig, leider habe ich so schon mal eine Nadel verloren.

3. Stricken ist sinnvoll

Wärme ist ein körperliches Grundbedürfnis. Wenn ich mir einen Pullover stricke, dann erfülle ich dieses Bedürfnis eigenständig. Ich bin unabhängiger bei der Wahl meiner Kleidung und ich entscheide welchen Schnitt, welche Farbe und welches Material ich möchte. Außerdem kann ich  kontrollieren, dass die Sachen unter ethisch korrekten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden :-p.

4. Stricken ist bezahlbar

Ein paar Nadeln, Wolle -fertig. Alle weiteren Werkzeuge erleichtern die Arbeit, können aber leicht duch Haushaltsgegenstände ersetzt werden: z.B. Büroklammern als Maschenmarkierer.

5. Stricken ist generationsübergreifend und genderneutral

Jeder kann für jeden stricken.

6. Stricken ist Gemeinschaft

Die Sozialenmedien machen es uns einfach mit Strickern und Strickerinnen auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Gemeinsam stricken wir virtuell oder in lokalen Strick-Cafés. Ich schätze diese Gemeinschaft sehr und kann auf schöne Freundschaften blicken, die sich daraus entwickelt haben.

7. Stricken ist gesund

Stricken wirkt entspannend für den Geist. Das merke ich selber sehr oft, es ist wie meditieren. Es trainiert aber auch unsere Gehirnzellen. Nachlesbar z.B. hier:

Beitrag von LEXITV (MDR)

THERAPEUTIC KNITTING SINCE (englisch)

Studie: Stricken als Verjüngungskur

8. Stricken – ein individuelles Geschenk für jeden

Mir passiert es oft, dass ich einen Schal oder ein Garn sehe und mir sofort jemand einfällt, der sich darüber freuen würde. Und außerdem:

“One can never have enough [hand knitted] socks

Albus Dumbledore

9. Stricken ist Herausforderung

Als Ingenieurin habe ich von Berufs wegen  Spaß am Denken. Die Mathematik ist mein Werkzeug. Wie schön, dass ich es auch beim Stricken oft einsetzen kann. Und ich mag die Herausforderungen eine Pulloveranleitung meiner Maschenprobe anzupassen oder gar eigene Anleitungen zu entwerfen. Und wer weiß, vielleicht schreibe ich mal meine eigene Strick-App . . .

10. Stricken ist Zeit für mich

Ich bin die einzige die in meiner engeren Familie strickt. Keiner kann mitreden oder mitmachen. Wenn ich mich zum Stricken hinsetze, dann ist das Zeit für mich. Ich tue dann nichts anderes, meine Hände sind voll und mein Geist beschäftig bzw. in einem meditativen Zustand. RUHE BITTE – NICHT STÖREN –  Mami hat Pause.

 

BONUS:

11. Stricken ist Vergebung und Demut

Jeder von uns hat inner Werte nach denen wir unser Leben ausrichen, auch unbewusst. Eines meiner Credos: Aus Fehlern lernt man und viele Fehler kann man auch wieder gutmachen.

Stricken ist genau das. Verlorene Maschen können gefangen werden. Verzählt?! Eine heimliche Zunahme aus dem Querfaden, fällt oft fast gar nicht auf. Dranstricken, Maschenstich und Rettungsfaden sind weitere Zaubwörter. Und wenn alles nichts hilft: Alles zurück auf Los – auftrennen und noch mal neu. Ja das ist wahre Demut.

Und warum strickst du so gerne?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.